_IKARUS 2004 | Laudatio von Schirmherr Axel Prahl zurück

"Die Schirmherrschaft für den IKARUS habe ich sehr gerne übernommen, denn er ist auch meine ganz persönliche Herzensanangelegenheit. Als Vater zweier Töchter und auch als ehemaliger Schauspieler des GRIPS-Theaters beobachte ich seit Jahren die Berliner Kinder- und Jugendtheaterszene und ich muss immer wieder feststellen: Sie ist eine der vielfältigsten, lebendigsten und hochqualifiziertesten Deutschlands. Ebenso beobachte ich seit Jahren die Feuilletons, und hier muss ich leider immer wieder feststellen: Bis auf wenige Ausnahmen scheint es eine Berliner Kinder- und Jugendtheaterszene überhaupt gar nicht zu geben, geschweige denn eine vielfältige und lebendige. Dabei ist das Kinder- und Jugendtheater nicht weniger künstlerisch als das Erwachsenentheater. Es ist weder einfacher, noch ist es die Vorstufe des "echten" Theaters. Es bereitet seine Zuschauer nicht vor auf das "eigentliche Theater", sondern ist eine ganz eigenständige, äußerst verantwortungsvolle Kunstgattung, die einer entsprechenden Reflexion in den Medien durchaus würdig ist.

Artikel 31 der UNICEF-Konvention über die Rechte der Kinder enthält die Forderung, dass Kinder das Recht auf Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben haben. Deshalb muss es Aufgabe jeder tätigen Institution, jeder Künstlerin und jedes Künstlers sein, sich dafür einzusetzen und die Möglichkeit dafür zu schaffen, dass Kinder und Jugendliche am künstlerischen Leben teilnehmen.
Der JugendKulturService tut dies, indem er u.a. mit dem IKARUS die öffentliche Diskussion vorantreibt und die publizistische Wahrnehmung guten Kinder- und Jugendtheaters gezielt fördert, dem Publikum Empfehlungen zur Auswahl aus dem Theater-Angebot an die Hand gibt, um so die Gruppenbesuche und auch die Familienbesuche im Kinder- und Jugendtheater zu steigern..." [Auszug aus der Laudatio zur Verleihung des IKARUS 2004 | Bild: © JugendKulturService]
Um die Berichterstattung über Kinder- und Jugendtheater in Berlin anzuregen, lobte Axel Prahl zusätzlich einen mit 1000 € dotierten Journalisten-Preis aus.

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